Sonntag, 15. Juni 2008

Anreise

Ich weiß auch nicht woran es liegt, aber auf Reisen nach Amerika fühle ich mich immer unangenehm beobachtet. Die USA haben erreicht, dass der normale Bürger hinter jeder Ecke einen Terroristen wittert, im schlimmsten Fall sogar in einem selbst. Merkwürdig, dass das einem erst beim Check-In bewusst wird. So wird man am Flughafen von Beamten angestarrt, wenn man nicht dem Mob in den „Duty-Ich-Spar-10 Euro-am-70-Euro-Parfum-Laden“ folgt, sondern sich mit 2 Jacken und einer Flasche die nach Cola aussieht hinsetzt und vorgibt ein Buch zu lesen. Jede Bewegung ohne Rucksack wird argwöhnisch beobachtet, liegt doch das potenzielle Gefahrengut ganze 10 Sekunden allein in der Wartehalle. Jacke aus und wieder an könnte eine Übung sein, und der mit Kreditkarte bezahlte Café Latte die perfekte Tarnung. Unsere türkischen Mitbürger scheinen da lockerer zu sein, versuchten sie doch im Handgepäck eine Spielzeugpistole nach Alicante einzuschleusen. Glücklicherweise konnten aufmerksame Beamten rechtzeitig zur Tat schreiten und verhinderten so womöglich Schlimmeres. Nach diesen aufregenden Momenten wollte ich mir in guter Tradition ein, zwei Rotweine an Bord zu Gute kommen lassen. Leider hatte sich C0ntinental Airlines zu einer Alkoholpauschale von $5 pro Drink entschieden. Also Hände weg! Ausglichen wurde dieser Lapsus durch delikates Essen und viel Beinfreiheit.In diesem Sinne verabschiedet sich der übermüdete Autor und kapituliert nach 23h Reiselust.

2 Kommentare:

abitoflifeandlaugh hat gesagt…

Hey Basti,
hoffe dir gehts gut und du fängst an dich einzugewöhnen dort drüben ;-)
Liebe Grüße aus dem Süden

Sari hat gesagt…

Hey Sebilein,

dicken Knutsch to you:) Habe dir ne mail an macseb geschrieben...
Kussi und viel Spaß noch!!!